DAS MINSK befindet sich im Aufbau und eröffnet im Frühjahr 2022 am Brauhausberg in Potsdam.

DAS MINSK in Potsdam ist das jüngste Projekt der Hasso Plattner Foundation. Das ehemalige Terrassenrestaurant „Minsk“ – erbaut in den 1970er Jahren im modernistischen Stil der DDR – wird zu einem Ort für moderne und zeitgenössische Kunst. Hier werden Kunstwerke aus der ehemaligen DDR, die Teil der Sammlung Hasso Plattner sind, in neuen Kontexten gezeigt. Die Eröffnung des Ausstellungshauses ist für das Frühjahr 2022 geplant. Jetzt, ein Jahr vorher, beginnt DAS MINSK den Dialog mit der Öffentlichkeit mit einer ersten künstlerischen Intervention von Dan Perjovschi auf der Baustelle und dem digitalen MINSK FUNK. Hier werden nach und nach Neuigkeiten zur Entwicklung des MINSK veröffentlicht.

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DAS MINSK ermöglicht Dialoge zwischen Kunst und Geschichte.

Bereits im April dieses Jahres hat der rumänische Künstler Dan Perjovschi (*1961 in Sibiu) die zukünftigen Ausstellungswände mit seinen Zeichnungen eingeweiht. Seit Anfang der 1990er Jahre arbeitet Perjovschi mit diesem Medium, um spontan auf seine Umgebung zu reagieren. „Dan Perjovschis Intervention schreibt schon ein Jahr vor der Eröffnung unser Programm in die Wände des MINSK ein,“ so Gründungsdirektorin Paola Malavassi. „Seine auf die klare Linie reduzierten Skizzen sind humorvoll und kritisch, stellen unbequeme Fragen und zeigen Widersprüche auf.“ Der Titel der Intervention „For No One And Everyone“ (Für niemanden und alle) nimmt Bezug auf die konkrete Situation der dem öffentlichen Blick entzogenen Baustelle: Auch wenn das Gelände derzeit nicht betretbar ist, werden die Zeichnungen über den MINSK FUNK sichtbar.

DAS MINSK schaut nach vorne, zurück und zur Seite.

DAS MINSK zeigt Kunst aus der ehemaligen DDR im Austausch mit zeitgenössischer Kunst und anderen Disziplinen. Seine reguläre Ausstellungstätigkeit wird DAS MINSK im Frühjahr 2022 aufnehmen. Der umfangreiche, über Jahre aufgebaute Bestand an Werken der Sammlung Hasso Plattner von Künstler:innen aus der ehemaligen DDR bildet dabei den Ausgangspunkt für das Programm. Die beiden Eröffnungsausstellungen präsentieren zwei Künstler aus der Sammlung Hasso Plattner: den Maler Wolfgang Mattheuer (*1927 in Reichenbach/Vogtland; † 2004) und den Fotografen und Filmemacher Stan Douglas (*1960 in Vancouver). Im Laufe der Jahre hat Hasso Plattner einen umfangreichen Bestand an Landschafts- und Gartendarstellungen von

erworben. Im vergangenen Jahr erfolgte der Ankauf der fotografischen Serie „Potsdamer Schrebergärten“, die im Rahmen des DAAD-Programms Anfang der 1990er Jahre in Potsdam fotografierte. Gemeinsam lenken diese Ausstellungen den Blick auf die Natur und auf das Potsdamer Stadtbild. Der Künstler (*1962 in Halle/Saale) wurde eingeladen, auf diese Ausstellungen zu reagieren. Im Dialog mit den Landschaftsdarstellungen entwickelt Olaf Nicolai ortsspezifische Arbeiten für DAS MINSK, die ab Sommer 2022 zu sehen sein werden. Diese Art der Gegenüberstellung von Kunstwerken der Sammlung und zeitgenössischen Positionen soll für die Arbeit des MINSK charakteristisch sein.

DAS MINSK ist ein Ort für Begegnungen.

Die Erinnerung vieler Potsdamer:innen an die Gaststätte auf dem Brauhausberg ist nach wie vor lebendig. Nach der Schließung Mitte der 1990er Jahre wurde das Gebäude zusehends vernachlässigt, zuletzt schien die Ruine dem Abriss geweiht. Es waren die Potsdamer:innen, die sich dafür einsetzten, den Bau zu retten. 2019 hat die Hasso Plattner Foundation das Gebäude erworben, um es zu bewahren und der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

„Für viele Potsdamer:innen ist das „alte Minsk“ ein erinnerungsträchtiger Ort“, so Stefanie Plattner, Projektverantwortliche von Seiten der Hasso Plattner Foundation, „und ich hoffe, dass dieser in Zukunft über die Ausstellungen hinaus zu interessanten Begegnungen und zum Austausch einladen wird. DAS MINSK wird nicht mehr nur ein Ort der Erinnerungen, sondern auch ein Ort vieler neuer Erlebnisse für die Potsdamer:innen sein.“

Studierende der Fachhochschule Potsdam haben im Jahr 2019 einen Radiobeitrag mit dem Titel „mein minsk – gebaut. geliebt. vergessen?“ initiiert, produziert und veröffentlicht. Als die Debatte um den Abriss des ehemaligen Terrassenrestaurants ihren Höhepunkt hatte, befragte das Projektteam Zeitzeug:innen, Protagonist:innen und Expert:innen: Was ist eigentlich das Besondere am Minsk? Was macht dieses Gebäude einzigartig? Wie hat man früher dort gearbeitet, gegessen, getanzt?

Eine Spurensuche, an die DAS MINSK anschließen möchte.

DAS MINSK sucht ZEITZEUG:INNEN des ehemaligen Terrassenrestaurants „Minsk“. Sie haben Fotos, Filmmaterial, alte Einladungen oder persönliche Erinnerungen, die Sie teilen möchten? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme per Post oder E-Mail: zeiten@dasminsk.de.

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