DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam Geschichte und Gegenwart – Ein Statement

Das ehemalige Terrassenrestaurant „Minsk“ in Potsdam, erbaut in den 1970er Jahren im modernistischen Stil der DDR, ist ein erinnerungsträchtiger und identitätsstiftender Ort für viele Potsdamer:innen. So wie die Architektur aus der ehemaligen DDR erhalten wird, haben wir uns auch für den Erhalt des historischen Namens „Minsk“ entschieden.

Das Ausstellungshaus setzt sich mit den Mitteln der Kunst kritisch mit dem Kapitel der Geschichte auseinander, in dem es entstanden ist. Aus der Gegenwart heraus reflektieren wir die Vergangenheit, in der Überzeugung, dass das Heutige nicht ohne das Vergangene verstanden werden kann. Die Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit von Lebenserfahrungen bilden die Grundlage unseres Programms. Dabei differenzieren wir zwischen politischen Systemen und den darin lebenden Bevölkerungen.

DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam ist kein klassisches Museum, sondern ein Ort für Begegnungen mit Kunst, Geschichte und Geschichten.

DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam eröffnet am 24. September 2022

DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam ist das jüngste Projekt der Hasso Plattner Foundation. Am 24. September 2022 öffnet das neue Haus mit den zwei Ausstellungen Wolfgang Mattheuer: Der Nachbar, der will fliegen und Stan Douglas: Potsdamer Schrebergärten für die Öffentlichkeit. Das ehemalige Terrassenrestaurant „Minsk” – erbaut in den 1970er Jahren im modernistischen Stil der DDR – wird damit zu einem Ort für Begegnungen zwischen moderner und zeitgenössischer Kunst. Hier werden künftig Kunstwerke aus der ehemaligen DDR, die Teil der Sammlung Hasso Plattner sind, in neuen Kontexten gezeigt.

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DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam ermöglicht Dialoge zwischen Kunst und Geschichte.

Bereits im April dieses Jahres hat der rumänische Künstler Dan Perjovschi (*1961 in Sibiu) die zukünftigen Ausstellungswände mit seinen Zeichnungen eingeweiht. Seit Anfang der 1990er Jahre arbeitet Perjovschi mit diesem Medium, um spontan auf seine Umgebung zu reagieren. „Dan Perjovschis Intervention schreibt schon ein Jahr vor der Eröffnung unser Programm in die Wände des DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam ein,“ so Gründungsdirektorin Paola Malavassi. „Seine auf die klare Linie reduzierten Skizzen sind humorvoll und kritisch, stellen unbequeme Fragen und zeigen Widersprüche auf.“ Der Titel der Intervention „For No One And Everyone“ (Für niemanden und alle) nimmt Bezug auf die konkrete Situation der dem öffentlichen Blick entzogenen Baustelle: Auch wenn das Gelände derzeit nicht betretbar ist, werden die Zeichnungen über den FUNK sichtbar.

DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam schaut nach vorne, zurück und zur Seite.

DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam zeigt Kunst aus der ehemaligen DDR im Austausch mit zeitgenössischer Kunst und anderen Disziplinen. Seine reguläre Ausstellungstätigkeit wird DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam im Herbst 2022 aufnehmen. Der umfangreiche, über Jahre aufgebaute Bestand an Werken der Sammlung Hasso Plattner von Künstler:innen aus der ehemaligen DDR bildet dabei den Ausgangspunkt für das Programm. Die beiden Eröffnungsausstellungen präsentieren zwei Künstler aus der Sammlung Hasso Plattner: den Maler Wolfgang Mattheuer (*1927 in Reichenbach/Vogtland; † 2004) und den Fotografen und Filmemacher Stan Douglas (*1960 in Vancouver). Im Laufe der Jahre hat Hasso Plattner einen umfangreichen Bestand an Landschafts- und Gartendarstellungen von

erworben. Im vergangenen Jahr erfolgte der Ankauf der fotografischen Serie „Potsdamer Schrebergärten“, die im Rahmen des DAAD-Programms Anfang der 1990er Jahre in Potsdam fotografierte. Gemeinsam lenken diese Ausstellungen den Blick auf die Natur und auf das Potsdamer Stadtbild. Diese Art der Gegenüberstellung von Kunstwerken der Sammlung und zeitgenössischen Positionen soll für die Arbeit des MINSK Kunsthaus in Potsdam charakteristisch sein.

DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam ist ein Ort für Begegnungen.

Die Erinnerung vieler Potsdamer:innen an die Gaststätte auf dem Brauhausberg ist nach wie vor lebendig. Nach der Schließung Mitte der 1990er Jahre wurde das Gebäude zusehends vernachlässigt, zuletzt schien die Ruine dem Abriss geweiht. Es waren die Potsdamer:innen, die sich dafür einsetzten, den Bau zu retten. 2019 hat die Hasso Plattner Foundation das Gebäude erworben, um es zu bewahren und der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

„Für viele Potsdamer:innen ist das „alte Minsk“ ein erinnerungsträchtiger Ort“, so Stefanie Plattner, Projektverantwortliche von Seiten der Hasso Plattner Foundation, „und ich hoffe, dass dieser in Zukunft über die Ausstellungen hinaus zu interessanten Begegnungen und zum Austausch einladen wird. DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam wird nicht mehr nur ein Ort der Erinnerungen, sondern auch ein Ort vieler neuer Erlebnisse für die Potsdamer:innen sein.“

Studierende der Fachhochschule Potsdam haben im Jahr 2019 einen Radiobeitrag mit dem Titel „mein minsk – gebaut. geliebt. vergessen?“ initiiert, produziert und veröffentlicht. Als die Debatte um den Abriss des ehemaligen Terrassenrestaurants ihren Höhepunkt hatte, befragte das Projektteam Zeitzeug:innen, Protagonist:innen und Expert:innen: Was ist eigentlich das Besondere am Minsk? Was macht dieses Gebäude einzigartig? Wie hat man früher dort gearbeitet, gegessen, getanzt?

Eine Spurensuche, an die DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam anschließen möchte.

DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam sucht ZEITZEUG:INNEN des ehemaligen Terrassenrestaurants „Minsk“. Sie haben Fotos, Filmmaterial, alte Einladungen oder persönliche Erinnerungen, die Sie teilen möchten? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme per Post oder E-Mail: zeiten@dasminsk.de.

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