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Bustour: Annemirl Bauer
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Annemirl Bauer, §99. Eingeschlossen (Bärbel Bohley), 1984, Mischtechnik auf Holz (Tischplatte), 59,8 × 60 cm. 

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Annemirl Bauer Archiv © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Foto: Jens Ziehe

Samstag, 26.9.2026, 10–18 UHR 

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Die Bustour startet in Potsdam mit einem gemeinsamen Rundgang durch die Retrospektive Annemirl Bauer. Bruch ist in der Welt. Durch die Ausstellung führt die Kuratorin Marie Gerbaulet und die Journalistin und Autorin Carolin Würfel. Mit rund 150 Gemälden, Zeichnungen, Collagen und Objekten gibt die Ausstellung einen umfassenden Einblick in mehr als drei Jahrzehnte ihres künstlerischen Schaffens. Die Arbeiten zeigen eine Künstlerin, die persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Konflikte unmittelbar miteinander verknüpfte und dabei immer wieder nach Formen des Widerstands und der Selbstbestimmung suchte. 

Im Anschluss führt die Bustour nach Fläming in Brandenburg zum Annemirl Bauer Haus – an einen Ort, an dem die Künstlerin lange Zeit lebte und arbeitete. Hier entstanden zahlreiche Arbeiten, darunter Gemälde und großformatige Wandbilder, in denen auch die unmittelbare Umgebung und Natur ihre Spuren hinterlassen haben. Amrei Bauer, Tochter der Künstlerin, Nachlassverwalterin sowie Gründerin und Leiterin des Annemirl Bauer Hauses, gibt vor Ort Einblicke in das Leben und Arbeiten ihrer Mutter und in die Geschichte dieses besonderen Ortes. Das Haus ist heute ein zentraler Ort für die Bewahrung, Erforschung und Vermittlung von Annemirl Bauers Werk. 

Die Bustour endet mit einem Ausstellungsrundgang in der Galerie im Turm in Berlin. Die Kuratorinnen Susanne Weiß und Sandra Teitge führen zusammen mit der Ausstellungsmacherin, Autorin und Theoretikerin Elisa R. Linn durch die Ausstellung Träumen: Annemirl Bauer und Bärbel Bohley, die letzte der fünfteiligen Berliner Ausstellungsreihe Publik Machen des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen. Die Ausstellung bespricht das Beziehungsfeld zweier außergewöhnlicher Künstlerinnen und politischer Aktivistinnen, die beide für einen besseren Sozialismus kämpften. Die Werke von Annemirl Bauer und Bärbel Bohley treten in der Ausstellung in einen Dialog mit Arbeiten von Christian Borchert, Jürgen Graetz, Barbara Klemm und Elske Rosenfeld. Im Zentrum der Ausstellung steht die Rolle von Kunst in Zeiten politischer Umbrüche. 

Zwischen den Stationen wird die Busfahrt zum Gesprächs- und Reflexionsraum. Die Kuratorinnen der Ausstellungen geben Impulse, greifen zentrale Themen auf und laden dazu ein, die Eindrücke der jeweiligen Station gemeinsam zu diskutieren.  

Das Werk von Annemirl Bauer stellt bis heute Fragen nach politischer Haltung und individueller Selbstermächtigung. Eine umfassende institutionelle Präsentation blieb Annemirl Bauer zu Lebzeiten stets verwehrt. Es ist das Verdienst ihrer Tochter Amrei Bauer, dass das Werk in weiten Teilen erhalten und bis heute bewahrt wurde.  

Die Bustour lädt dazu ein, das Werk der Künstlerin aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennenzulernen und sich über die Bedeutung ihres Schaffens auszutauschen: Wie lässt sich das Werk von Annemirl Bauer heute betrachten? Wie begegnen sich Kunst und politischer Widerstand? Welche Verbindungen gibt es zwischen ihrer künstlerischen Praxis und dem Ort, an dem die Künstlerin lange Zeit gelebt und gearbeitet hat? 


Ausstellungen 

Annemirl Bauer. Bruch ist in der Welt
DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam | 5.9. 2026 – 7.2.2027 

Träumen: Annemirl Bauer und Bärbel Bohley 
Galerie im Turm | 24.9. – 8.11.2026 
 

Weitere Informationen

Ticketpreis: 20 Euro  
Treffpunkt: 10 Uhr, DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam, Ende 18 Uhr Galerie im Turm, Berlin 
Route: DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam, Annemirl Bauer Haus, Galerie im Turm 
Teilnehmer:innen: max. 40 Personen 
Optional buchbar: Lunchpaket: 10 Euro (Obst, Getränk, Sandwich, süßer Snack) optional vegetarisch oder vegan. 

Der Ticketpreis beinhaltet Ausstellungseintritte inkl. Führungen in der Galerie im Turm, DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam und dem Annemirl Bauer Haus.