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Eine literarische Reihe begleitend zur Ausstellung

Do, 8.10.2026, 19 Uhr 
Do, 12.11.2026, 19 Uhr 
Do, 3.12.2026, 19 Uhr 

Begleitend zur aktuellen Ausstellung Annemirl Bauer. Bruch ist in der Welt finden monatlich Lesungen statt, die zu einer literarischen Auseinandersetzung mit den Themen Feminismus, Frauen als Künstlerinnen, Mutterschaft, Leben in Diktaturen und Meinungsfreiheit einladen. 

Die Ausstellung Annemirl Bauer. Bruch ist in der Welt zeigt eine umfassende Retrospektive einer kritischen Künstlerin (1939 – 1989) aus der DDR, die lange aus dem Kanon der Kunstgeschichte ausgeschlossen blieb. Ihre Werke sind Zeugnisse einer kompromisslosen Beobachterin, die sich fortwährend für soziale Gerechtigkeit einsetzte, gegen die Repressionen der SED-Politik aufbegehrte und die das DDR-Kunstsystem, staatliche Repressionen und den weiblichen Widerstand beleuchten.

In Anlehnung an das künstlerische Werk von Annemirl Bauer vertiefen renommierte Autor:innen mit ihren Büchern zentrale Themen der Ausstellung, um sie literarisch und diskursiv zu erweitern.  

Die moderierten Lesungen finden in der Cafébar HEDWIG oder im Foyer des MINSK statt. Die Veranstaltungen sind in deutscher Sprache.  

​Kosten: 10 Euro 
Im Ticketpreis ist der Eintritt zur Ausstellung am selben Tag enthalten.    
 

Foto: Tobias Kruse

Do, 8. Oktober 2026, 19 Uhr
Ronen Steinke „Meinungsfreiheit“, 2026, Piper Verlag 

„Man darf ja gar nichts mehr sagen!“ Kaum ein Satz prägt die Debatten unserer Zeit so sehr wie dieser. Dabei werden öffentliche Auseinandersetzungen zunehmend schärfer geführt, nicht zuletzt durch soziale Medien und ihre algorithmischen Mechanismen. Gleichzeitig wurde die Meinungsfreiheit durch neue Gesetze und Paragrafen in den letzten Jahren spürbar eingeschränkt, auch im Netz. Aussagen, die noch 2015 zulässig waren, können heute strafbar sein. 
Wo verläuft heute die Grenze zwischen freier Meinungsäußerung und strafbarer Aussage? Wie viel Kritik muss eine demokratische Gesellschaft aushalten und welche Belastungen durch verletzende oder herabwürdigende Äußerungen sind insbesondere für Personen des öffentlichen Lebens nicht mehr zumutbar? 
Mit diesen Fragen beschäftigt sich der promovierte Jurist, Autor und Journalist Ronen Steinke in seinem aktuellen Buch „Meinungsfreiheit“. Darin widmet er sich einem der zentralen Themen unserer Demokratie: Wie frei ist die öffentliche Rede tatsächlich, und wo liegen ihre Grenzen? Wer entscheidet darüber, was als „Hass und Hetze“ gilt? Häufig sind es Gerichte, die darüber befinden müssen, welche Äußerungen noch von der Meinungsfreiheit gedeckt sind und welche strafbar werden. 

Steinkes Buch ist ein engagiertes Plädoyer für mehr Transparenz und ein leidenschaftlicher Appell, mehr Debattenkultur zu wagen, solange sie gewaltfrei geführt wird. Dabei verbindet er juristische Expertise mit gesellschaftspolitischer Analyse.  

Gemeinsam mit der Kulturjournalistin Christine Watty diskutiert Ronen Steinke über Herausforderungen und Chancen der öffentlichen Rede im 21. Jahrhundert und lädt zu einem spannenden Austausch mit dem Publikum über die Zukunft der freien Meinungsäußerung ein. 

TICKETS


Hinweis: 

Die Cafébar HEDWIG hat an diesem Abend bis 19 Uhr für Sie geöffnet. Bis zum Beginn der Veranstaltung können Sie dort Getränke und Snacks genießen und diese gerne mit in die Veranstaltung nehmen. 

 

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