James Gregory Atkinson
W. A. Mozart für Sal. Orch. gesetzt v. Sabac-el-Cher
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Klassisches Konzert mit The String Archestra und weiteren Musiker:innen
Samstag, 29.08., 14 UHR
Sonntag, 30.08., 17 UHR
Im Rahmen des Sommerfestivals MINSK LIVE realisiert James Gregory Atkinson das künstlerische Projekt W. A. Mozart für Sal. Orch. gesetzt v. Sabac-el-Cher, das aus einer Orchesteraufführung und einem begleitenden diskursiven Programm besteht.
Für das Projekt beschäftigt er sich mit der Geschichte von Gustav Sabac el Cher. Der 1868 in Berlin geborene Sabac el Cher wuchs in einem höfisch geprägten Umfeld auf, da sein Vater, August Sabac el Cher, der Kammerdiener von Prinz Albrecht von Preußen war. Beide sind Teil einer weitgehend marginalisierten Geschichte Schwarzer Präsenz in Deutschland, die in nationalen Erinnerungskulturen lange unsichtbar blieb.
Gustav Sabac el Cher zeigte schon in jungen Jahren ein musikalisches Talent und wurde später auch Komponist und Kapellmeister im ostpreußischen Königsberg. Nach seiner Militärkarriere komponierte er eigene Musik und arrangierte auch klassische Stücke für militärische Ensembles. Zwei seltene von Gustav Sabac el Cher gesetzte Partituren aus dem Archiv von James Gregory Atkinson bilden die Grundlage für eine musikalische Performance im Rahmen von MINSK LIVE.
Auf Initiative von Atkinson und unter der Leitung von Daniele G. Daude werden das Berliner String Archestra und eingeladene Musiker:innen zwei von Gustav Sabac el Cher arrangierte Stücke neu interpretieren: die Ouvertüre zum Drama giocosa La Finta Giardiniera von Wolfgang Amadeus Mozart und zur Oper La Villanelle rapita von Francesco Bianchi (in der historischen Partitur fälschlicherweise Mozart zugeschrieben). Die Performance knüpft an ein erweitertes Verständnis von Archiven an, in dem Orte, Körper sowie mündliche und performative Praktiken sowohl Träger als auch Resonanzräume für Geschichte werden.
Die Stücke werden zweimal aufgeführt: am Samstag 29.08 um 14 Uhr und am Sonntag 30.08.2026 um 17 Uhr. Begleitend zum musikalischen Programm wird James Gregory Atkinson am Samstag 29.08. seine Platte 3 Lieder für Marie Nejar vorstellen. Am Sonntag 30.08. findet ein Gespräch zwischen Atkinson, der Schriftstellerin und Aktivistin Katharina Oguntoye und dem Musikwissenschaftler und Saxofonisten Harald Kisiedu statt. Beide Veranstaltungen werden vom Schriftsteller und Redakteur Eric Otieno Sumba moderiert.
Eintritt frei. Aufgrund der limitierten Sitzplätze ist eine Anmeldung erforderlich.
James Gregory Atkinson
W. A. Mozart für Sal. Orch. gesetzt v. Sabac-el-Cher
Konzertmeisterin: Sarah Martin
Violin 1: Daniela Lewysohn
Violin 2: Neneh Sowe, Paul Chengre
Bratsche: Yassin Sowe, Dr. Dr. Daniele G. Daude
Cello: Daniela Fuentes Latoja
Kontrabass Part: Lee Griffith
Flöte/Piccolo: Nadja Grothe
Klarinette: Pamela Coats
Oboe: Armand Djikoloum
Trompete: Mahsa Khatibzadeh
Posaune: Denis Cuní Rodríguez
Pauke: Cristian Betancourt
Ursprüngliches Arrangement: Gustav Sabac el Cher
Arrangements Klavier und Harmonium 2026: Raúl Celis Maturana
Leitung The String Archestra: Dr. Dr. Daniele G. Daude
Das Projekt ist konzipiert von James Gregory Atkinson und kuratiert von Daniel Milnes.
Porträt James Gregory Atkinson Foto: Pasha Rafiy
Porträt James Gregory Atkinson Foto: Pasha Rafiy