William Kentridge
Apron
Ab dem 27.6. ist die Skulptur Apron [Schürze], 2024, des südafrikanischen Künstlers William Kentridge auf den Terrassen des Brauhausbergs für die Öffentlichkeit zugänglich. Als ein Symbol für die Bedeutung von zwischenmenschlicher Kommunikation, gemeinsamem Wirken und künstlerischem Austausch erscheint die Skulptur als ein neues Bindeglied in der Sichtachse zwischen dem MINSK, dem Brauhausberg und der Stadtmitte.
Die Bronzeskulptur Apron [Schürze] gehört zu einer Serie an Skulpturen des Künstlers William Kentridge (geboren 1955 in Johannesburg, Südafrika) mit dem Titel Glyph. Die Skulpturen der Serie sind aus seinen künstlerischen Untersuchungen zu Sprache, Bedeutung und den Unschärfen der Kommunikation hervorgegangen. In den sich zu expressiven hybriden Wesen verbindenden Skulpturen zeigt sich die Auseinandersetzung des Künstlers mit den Avantgarde-Bewegungen des frühen 20. Jahrhunderts wie Dada und Surrealismus, insbesondere in seiner Vorliebe für das Unlogische und den schwarzen Humor.
Mit der Skulptur Apron [Schürze] verbindet Kentridge eine beschürzte, sich im dynamischen Schritt befindlichen menschlichen Figur, mit einem überdimensionalen Megaphon, das anstatt eines Oberkörpers und Kopfes eingesetzt ist. Das Megaphon ist als Zeichen für Kommunikation ein wiederkehrendes Symbol im Werk von Kentridge, für den die Auseinandersetzung mit Protestkultur, das Streben nach Gerechtigkeit und Versöhnung zentral ist. William Kentridge gelingt es in seinem Werk gleichermaßen, die Themen des Post-Apartheid-Südafrikas sowie universell menschliche Fragen mit großer Nuanciertheit, Eindringlichkeit und Poesie zum Ausdruck zu bringen.
Apron [Schürze] wirkt in den Stadtraum hinein
Mit der Installation der Skulptur Apron [Schürze] im öffentlichen Raum setzt DAS MINSK ein wichtiges Zeichen, indem sie globale und lokale visuelle Kulturgeschichte verbindet. Als ein Symbol für die Bedeutung von zwischenmenschlicher Kommunikation, gemeinsamem Wirken und künstlerischem Austausch erscheint die Skulptur als ein neues Bindeglied in der Sichtachse zwischen dem MINSK, dem Brauhausberg und der Stadtmitte.
Im Zusammenspiel mit bereits existierenden künstlerischen Arbeiten von Wolfgang Mattheuer, Ruth Wolf-Rehfeldt und Robin Rhode ist Apron [Schürze] ein weiteres wichtiges Element für das künstlerische Erleben im Außenraum des MINSK.
DAS MINSK versteht sich als ein Ort, an dem Kunst die Geschichte(n) dieser Stadt neu befragbar macht, mit besonderem Fokus auf die DDR, postsozialistische Kontexte und globale Perspektiven. Die Platzierung der Skulptur im direkten Umraum des Museums stellt eine Erweiterung unserer Ausstellungspraxis dar: Die Institution tritt aus dem geschlossenen Raum heraus, in den Stadtraum hinein und damit in einen offenen gesellschaftlichen Dialog.
Ein Projekt im öffentlichen Raum der Hasso Plattner Foundation in Kooperation mit DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam.