MINSKBAR 2026 TICKETS
Donnerstag, 21.05.2026
Donnerstag, 09.07.2026
Donnerstag, 23.07.2026
Donnerstag, 06.08.2026
Jeweils 19–23 Uhr
Die MINSKBAR ist zurück und findet 2026 an vier Terminen zwischen Mai und August 2026 statt.
DAS MINSK und die Cafébar Hedwig sind länger geöffnet und laden zu Sommerabenden mit Kunst, Musik, Getränken und Snacks ein. Präsentiert werden spannende Live-Acts und DJ-Sets, es besteht die Gelegenheit die Ausstellung verlängert zu besuchen und mit Vermittler:innen ins Gespräch zu kommen – sowie gemeinsam auf den Terrassen des MINSK zu verweilen.
Das Musikprogramm der MINSKBAR wird in diesem Jahr kuratiert von Mark Reeder, einer der zentralen Persönlichkeiten der Berliner Musikgeschichte.
TICKETS
TERMINE & LINE-UP
Do, 21.05.2026
19–23 UHR
Jennifer Touch (live)
Mark Reeder (DJ-Set)
TICKETS
Do, 09.07.2026
19–23 UHR
Wolfgang Flür (Ex-Kraftwerk)/ Peter Duggal (live)
Anschließend Gespräch mit Wolfgang Flür und Mark Reeder
Do, 23.07.2026
19–23 UHR
The Allegorist (live)
Mark Reeder (DJ-Set)
Do, 06.08.2026
19–23 UHR
Twin Noir (live)
Mark Reeder (DJ-Set)
ÜBER DIE KÜNSTLER:INNEN
Jennifer Touch
Jennifer Touch ist eine multidisziplinäre Künstlerin, Live-Musikerin, Produzentin und DJane – tief verwurzelt im Post-Wave-Cold-Pop-Acid-Romance.
Seit der Veröffentlichung ihres ersten Albums im Jahr 2014 verbindet sie erfolgreich düstere Vintage-Synthesizer der 80er Jahre mit industriellen Klanglandschaften, dargeboten mit einem instinktiven Post-Punk-Knurren, das sich auf und abseits der Tanzfläche gleichermaßen zu Hause fühlt. Man findet heute selten eine Künstlerin, die sich so sehr dem Klang verschrieben hat oder so tief in den emotionalen Nachhall alter Synthesizer eingetaucht ist. Sie nennt es Post-Wave-Cold-Pop-Acid-Romance und steht klanglich auf einer Stufe mit PJ Harvey, DAF und Depeche Mode.
Als Kind wurde ihr eingeredet, dass alle Melodien der Welt bereits verwendet worden seien, was eine Karriere als Musikerin sinnlos mache. Sie ignorierte diesen Unsinn, und ihr starker Unabhängigkeitssinn sowie der Wunsch nach Selbstverwirklichung durch Musik setzten sich durch. Nach dem Fall der Berliner Mauer erweiterte sich ihr früher Musikgeschmack über den 80er-Jahre-Pop hinaus und umfasste den düsteren und rauen Techno der Berliner Underground-Szene. Jennifer Touch lädt dich in eine Klangwelt ein, die vertraut klingt, sich aber anders anfühlt. An der Oberfläche zu kratzen und sich auf Details zu konzentrieren, die Zeit und Raum einnehmen, ist ihr inneres Bedürfnis als Künstlerin.
Neben mehreren EPs und Singles auf Riotvan, Eskimo, WarrioRecords, UVP und Live at Robert Johnson veröffentlichte sie zwei Studioalben auf FatCat Records, arbeitete mit Curses und Paranoid London zusammen und wurde in Metal Mag, MOJO, Uncut, Future Music und DJ Mag vorgestellt. In den letzten Jahren tourte Jennifer Touch durch Großbritannien, Europa, Mexiko und Kolumbien.
Wolfgang Flür
Der 1947 in Frankfurt geborene Wolfgang Flür ist vor allem als Electro-Schlagzeuger der deutschen Elektronik-Band Kraftwerk in den Jahren 1973 bis 1986 bekannt. Flür entwickelte zusammen mit seinem musikalischen Partner Florian Schneider das weltweit erste elektrische Drum-Pad-Board für das Electric Quartet. Seit 1993 ist Flür Gründer von Yamo. Das Album „Time Pie“ (EMI Electrola) erschien 1996 in Koproduktion mit Andi Toma von Mouse on Mars. Flürs nächste Veröffentlichung, eine 12“-Single mit Remixen von „I Was A Robot“ (Holon), kletterte auf Platz 6 der deutschen Club-Charts. „I Was A Robot“ ist Flürs gesungene Autobiografie und wurde speziell als Beilage zum deutschen Buch in einer Parallelausgabe produziert. Die englische Ausgabe erschien erstmals im Jahr 2000 unter dem Titel „I Was a Robot“ (Sanctuary) und beschreibt seine Sicht auf die inneren Abläufe bei Kraftwerk. Das Buch wurde anschließend in sechs verschiedenen Ländern/Übersetzungen veröffentlicht und war 2004 in den Top Ten der meistverkauften Musikbücher (The Independent) sowie 2010 unter den zehn besten Musikgeschichten (The Observer).
Flür veröffentlichte 2011 zudem einen skurrilen Kurzgeschichtenband über die Deutschen im Rheinland mit dem Titel „NEBEN MIR“. Wolfgang hält Lesungen in Deutschland und in ausgewählten Fällen auch in England. Seit 2004 legt Flür weltweit in Clubs und auf Festivals auf und spielt dabei Tech House, Industrial sowie eigene Electro-Spezialitäten, Stücke von Kraftwerk und von internationalen Künstlern, mit denen er befreundet ist. Flür hat mit Bon Harris’ (Nitzer Ebb) Shadow-Bureau-Projekt zusammengearbeitet und seine Texte und seine Stimme für den Track „Axis of Envy“ zur Verfügung gestellt. Flür arbeitete außerdem mit Anni Hogan (ehemalige Pianistin von Marc Almond) für den Track „Golden Light“ (Texte und Gesang) sowie bei „Fashion Machine“ (Texte und Gesang) mit Ramón Amezcua von Bostich / Mexiko zusammen. Wolfgang Flürs aktuelle Bühnenauftritte zeigen Videos und seltene Bilder aus seiner Kraftwerk-Vergangenheit bis hin zu seinen aktuellen Projekten, ergänzt durch ausgewählte Electro-Stücke zum Tanzen. MUSIK SOLDAT (Musik-Soldat) lautet der Titel von Flürs Programm. Wolfgang versteht sich als Musikmoderator mit historischem Elektro-Hintergrund. Wolfgang veröffentlichte zwei weitere Alben – ELOQUENCE (2015) und MAGAZINE 1 (2022).
Dieses Album erreichte am 22. März 2022 Platz 1 der TOP 40 der britischen iTunes-Download-Charts für elektronische Alben. Wolfgang arbeitete hier mit internationalen Kollegen wie dem „Detroit Tech King“ Juan Atkins, DJ Carl Cox, der Sängerin Claudia Brücken (ehemals Propaganda) und Peter Hook (ehemals New Order) sowie mit dem Hamburger Tech-Duo U96 zusammen.
Wolfgang Flür hatte seine ersten Magazin-Titelbilder im Blitzed Mag und im Electronic Sound Magazine, begleitet von hervorragenden Kritiken zu seiner neuen Musik und seinem erzählerischen Stil. Am 28. März 2025 veröffentlichte Wolfgang sein letztes Album MAGAZINE, das auf Platz 10 der britischen Albumcharts einstieg. März 2025: Wolfgang veröffentlicht das Album TIMES mit 13 Tracks feinstem Electro-Pop. Dieses Album erreichte Platz 13 der elektronischen Albumcharts. Das Album entstand erneut in Zusammenarbeit mit seinem Musikpartner Peter Duggal und unter Mitwirkung von: US-Amerikaner Juan Atkins, dem belgischen DJ Fabrice Lig, den Frankfurter NEW MEN, dem Briten Peter Hook, dem Deutschen Anthony Rother, dem Schweizer Boris Blank und den Hamburgern U96.
The Allegorist
Aus den Tiefen der Underground-Musikszene stammend, ist The Allegorist eine visionäre, rätselhafte, transmediale und Grenzen überschreitende Künstlerin, die dafür bekannt ist, tiefgründige, immersive und düstere, komplexe Klanggeschichten zu erschaffen. The Allegorist lässt sich nicht in eine Schublade stecken, da sie eine Vielzahl von Einflüssen aufgreift und Mysterien, Kunst, Philosophie, Symbolik und Spiritualität miteinander verwebt. Inspiriert von ihrem Kindheitstraum, Archäologin zu werden, begibt sie sich auf eine unendliche Suche nach den Geheimnissen und Bedeutungen der Welt. Ihre angeborene, lebenslange Leidenschaft für kritisches Denken, Schöpfung und Entdeckung legte den Grundstein für ihren einzigartigen Ansatz, der bei jenen Anklang findet, die das Unkonventionelle suchen.
Mit Schwerpunkt auf dunkler Kunst und spekulativer Fiktion, einschließlich Science-Fiction und Fantasy, schafft The Allegorist experimentelle, filmische, elektronische Musik, bildende Kunst und metaphorische Erzählungen. Das Kunstprojekt, das den Dualismus von Licht und Dunkelheit, Vergangenheit und Zukunft, Leben und Tod aufgreift, verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und strebt danach, ins Unbekannte vorzudringen, die geheime Weisheit und zeitlose Lehren zu bewahren und gleichzeitig die uralten Werte der Erde, die menschliche Verantwortung und den Kreislauf des Lebens zu würdigen. Um einen inklusiven Ausdruck zu schaffen, entwickelte sie ihre eigene fiktionale Sprache Mondoneoh und nutzte Symbolik als Mittel der universellen Kommunikation – ganz im Sinne ihres gewählten Namens The Allegorist, der sich vom literarischen Begriff der Allegorie ableitet.
Mit einem über zehnjährigen Hintergrund als Malerin, bevor sie sich in den Bereich der Musik wagte, ist die in Ungarn geborene und in Berlin lebende Künstlerin Anna Jordan ihre eigene Kreativdirektorin, Produzentin, Sounddesignerin, Sängerin, Toningenieurin, bildende Künstlerin und Live-Performerin für ihr Kunstprojekt »The Allegorist«. Da sie die Bedeutung künstlerischer Autonomie schätzt, arbeitet sie unabhängig und veröffentlicht ihre Werke vorwiegend über ihr eigenes Label Awaken Chronicles. Gleichzeitig pflegt sie einen vielfältigen kollektiven Geist mit Gleichgesinnten aus allen Bereichen und Branchen.
Dunkel, treibend und kompromisslos tanzbar – TWIN NOIR verwandeln analoge Rohheit in urbane Ekstase. Zwischen Clubnebel, Bandmaschine und pulsierendem Bass erschafft das Berliner Projekt einen Sound, der Post-Punk, Wave und EBM nicht zitiert, sondern neu formt.
Gegründet 2021 in Berlin, treten TWIN NOIR nach außen als Duo auf, sind im Kern jedoch ein leidenschaftlich arbeitendes Trio. Cody Barcelona (Stimme, Elektronik, Gitarre) und Ian Volt (Stimme, Bass) bilden das kreative Herz der Band und stehen im Zentrum der intensiven, energiegeladenen Live-Shows. Vervollständigt wird das Projekt durch Lina Avair, die den operativen Bereich trägt und zugleich kreative Impulse einbringt.
Der Sound von TWIN NOIR oszilliert zwischen elektronisch-monotonen Sequenzen, weiten Sphären und melodischen Momenten. Minimalistische Texte in deutscher Sprache treffen auf technoide Beats, treibende Basslines und dichte Klangflächen, die mal vom Synthesizer, mal von der Gitarre getragen werden. Eine analoge Bandmaschine, Sampler, Gitarren und ein Theremin prägen den charakteristischen Klang. Die Einflüsse reichen von Kraftwerk und DAF über EBM und Techno bis hin zu Punk- und Alternative-Strömungen der 70er bis 90er Jahre.
Live entfalten TWIN NOIR ihre volle Intensität: energiegeladene Performances, körperlicher Druck und eine Ästhetik, inspiriert von Berliner Clubkultur, Punk und Vaudeville. Ihre Shows verstehen sich als Manifest für Freiheit, Kreativität und künstlerische Selbstbestimmung: roh, direkt und ohne Sicherheitsnetz.
Mark Reeder ist ein in Berlin lebender Musikproduzent aus Manchester UK, der Ende der 70er Jahre nach West-Berlin zog. Er engagierte sich in der Berliner Underground-Musikszene und arbeitete zunächst als Vertreter für sein Freunde, der Band Joy Division und Factory Records in Berlin. In den frühen 80er Jahren wurde er Manager und Live-Toningenieur des Mädchenorchestra Malaria! und gründete seine eigenen Bands Die Unbekannten und Shark Vegas.
Während des Kalten Krieges organisierte er Fernsehsendungen über die Berliner Musikszene und schmuggelte West-Musik in den Osten. Höhepunkte waren zwei streng-geheime Konzerte der populären westdeutschen Punkband Die Toten Hosen in die Ostberliner Erlöserkirche und Hoffnungskirchen, die subtil zu den kulturellen Veränderungen beisteuerte, die schließlich zum Fall der Berliner Mauer beitrugen. Er wurde von der Staatssicherheit der DDR (Stasi) als Subversiv-Dekadent eingestuft.
Ende 1989 wurde Reeder eingeladen, für das staatliche Plattenlabel AMIGA das letzte Album der DDR (Torture by Die Vision) zu produzieren. Damit war er somit der erste und letztlich einzige Westler, dem diese Gelegenheit jemals gewährt wurde.
Im Dezember 1990 gründete er im Nach-Mauer Berlin das erste unabhängige Techno-Trance-Label MFS (Masterminded For Success) und startete die Karrieren von Künstlern wie Cosmic Baby, Ellen Allien, Mijk van Dijk und Paul van Dyk zum Internationalem Durchbruch.
Als Produzent und Filmkomponist schrieb er die Score-Musik für Filme wie Can Creativity Save the World? oder Nekromantik 2. Als Remixer arbeitete er mit Künstlern wie New Order, Depeche Mode, The Pet Shop Boys, John Foxx, Yello oder Die Toten Hosen zusammen. Mittlerweile ist er durch den Dokumentarfilm „B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin“, der sein Leben in der Stadt während des Kalten Krieges schildert, zu einer der angesehensten Figuren der Berliner Underground-Musikszene geworden.
Wann
Do, 21.05.2026, 19-23 Uhr
Do, 09.07.2026, 19-23 Uhr
Do, 23.07.2026, 19-23 Uhr
Do, 06.08.2026, 19-23 Uhr
Ort
DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam
Kosten
€ 10 / Eintritt frei für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (Bitte 0 Euro Ticket buchen)
Buchung
Online oder vor Ort
RÜCKBLICK
MINSKBAR 2024
Foto: Florian Reimann
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MINSKBAR 2025
Minskbar No. 1/2025. Die Band YELKA. Foto: David Löffler
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